Back to Top

Autorin und Buchhändlerin

Frau im Schatten

rau schatten banner

In der Nähe des Burgernziels wird der zuverlässige Hauswart Manfred Leufinger in seiner Wohnung tot aufgefunden. Früher habe er nicht alleine gelebt, behaupten ehemalige Hausbewohner. Wer war also die Frau in seiner Wohnung und wohin ist sie verschwunden?
Auch Robert Hofer und Lisa Zünd haben ein Problem: Die Mieterin der Dachwohnung ist schon seit Tagen nicht mehr nachhause gekommen. Aber Anna ist volljährig und kann kommen und gehen wie sie will; also kein Fall für die Polizei. So machen sich die beiden auf eigene Faust auf die Suche nach der jungen Frau.

 

2019 Frau im Schatten: Kriminalroman. Gassmann, ISBN 978-3-906124-27-8

Thema: Bern - Burgernziel - Rosengarten - Haussanierung

Was fasziniert dich am Krimischreiben?

Am Krimischreiben fasziniert mich die Herausforderung, alles logisch aufzubauen.
Es ist nicht wie bei einer Familiengeschichte, bei der man fortlaufend erzählen kann. Ich muss zuerst ein Motiv für die Tat haben und somit als erstes die Vergangenheit von Opfer und Täter erfinden. Dann muss ich ein Umfeld erschaffen, einen Mord planen und durchführen und auch Fehler und Schwächen einbauen. Denn irgendwie muss der Täter oder die Täterin überführt und der Fall gelöst werden können.
Daher plane und schreibe ich immer sehr lange an meinen Geschichten. Aber für Berner Krimis ist das ja eigentlich ganz gut – wir haben doch hier den Ruf, dass alles ein bisschen länger dauert als anderswo. ;)
Frau im Schatten entstand, weil eine Frau im Rosengarten neben mir auf der Bank ihre Handtasche vergass. Ich merkte es, rannte ihr nach und holte sie an der Bushaltestelle ein. Sie bedankte sich nicht, zuckte nur die Schultern und stieg ein. Zuerst hat mich das einfach aufgeregt, dann aber habe ich mich gefragt, in welcher Lebenssituation man sich befinden muss, wenn einem der Verlust von Geld, Ausweisen, Kreditkarten und Mobiltelefon offenbar völlig egal ist.
Die Szene mit der verlorenen Handtasche habe ich dann direkt im Buch verwendet. „Ein Merci wäre auch nicht übertrieben gewesen“, denkt sich Andrea Schaffer, genau wie ich damals im Rosengarten.